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15.12.2010: Deutsche Jugendhallenmeisterschaften

Zerplatzte Medaillenträume für LG ASV DSHS Köln

Die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften am 20. und 21. Februar 2010 in Halle/Saale begannen vielversprechend für das Team der LG ASV Deutsche Sporthochschule Köln. Aber am Ende überwog die Enttäuschung.

Sowohl der weiblichen als auch der männlichen Jugendstaffel über 4x200m gelang ein furioser Start in das Wettkampfgeschehen. Die weibliche Besetzung Malena Richter, Nina Kühler, Anne Ladwig und Judith Nögel setzten die vorher mit Trainer Andreas Gentz abgesprochene Taktik tadellos um. Man traf gleich im Vorlauf auf das stark aufgestellte Dortmunder Quartett und somit war „dranbleiben“ das ausgegebene Ziel. Durch eine hervorragende Sprintleistung von Anne Ladwig absolvierten die Mädels den letzten Wechsel bereits als Führende. Schlussläuferin Judith Nögel konnte sich durchsetzen und 1:39,80min bedeuteten Platz eins nach den Zeitvorläufen.

Große Hoffnungen lagen auf der finalen Entscheidung, die leider nicht erfüllt wurden. Beim dritten Wechsel konnte der Staffelstab nicht übergeben werden. „Man kann sagen, dass Anne etwas zu früh losgelaufen ist, aber diverse Bildaufnahmen deuten auch darauf hin, dass sie vor der Übergabe behindert wurde. Niemand trägt hier Schuld, aber für alle Beteiligten war es sehr traurig. Es sind viele Tränen geflossen.“, so Trainer Gentz.

Mit einer ebenfalls starken Vorlaufzeit von 1:29,92min qualifizierten sich Hendrik Schulz, Marcel Schmitz, Fabian Schneider und Werner Frank für das Staffel-A-Finale. Doch die Freude über die dort vermeintlich erreichte deutsche Vizemeisterschaft währte nicht lange. Nach einem Gladbecker Einspruch und Gegenprotest der Kölner kam die Jury zu der diskutablen Entscheidung, die LG aufgrund einer Behinderung von Marcel Schmitz an einem Gladbecker Läufer zu disqualifizieren. „Dass man in beiden Fällen nicht mit einer Medaille belohnt wurde, ist schade. Unsere Kölner Athleten haben sich über zwei Tage sehr gut verkauft. Es herrschte eine klasse Stimmung und Köln wurde bewusst als Team wahrgenommen. Leider hat das i-Tüpfelchen gefehlt.“, resümierte Andreas Gentz.

Trotz all der unglücklichen Umstände gab es auch positive „Ausreißer“: Alexandra Plaza erzielte mit 1,78m eine überragende Leistung im Hochsprung der weiblichen Jugend. Mit einigen Problemen in die Saison gestartet, konnte „Ola“ ihre nach neuen Trainingsreizen verbesserte Schnelligkeit letztendlich umsetzten. Höhengleich mit der Bronzemedaillen-Gewinnerin wurde es nur aufgrund von Fehlversuchen der immer noch tolle fünfte Platz. Gleichermaßen freudig überrascht war Sprinter Martin Kautsch von Platz fünf mit 6,93s über 60m. Geplagt von Verletzungspech konnte Kautsch mehrere Wochen nur aufbauend trainieren und schnürte erst in der letzten Woche vor den „Deutschen“ die Spikes.

Hendrik Schulz durchbrach im Zwischenlauf die sieben-Sekunden-Barriere und sprintete mit 6,99s zu einer neuen persönlichen Bestzeit über die kurze Distanz. Das Hürden- sowie das Weitsprungergebnis waren für Annika Huijbregts nicht zufriedenstellend. Mit 8,82s und Platz sechs über die 60m Hürden und 5,75m im Weitsprung blieb sie unter ihren Möglichkeiten. Gerade in der Sprungkonkurrenz wäre mehr möglich gewesen, leider reichte Platz neun nach dem Vorkampf nicht für drei weitere Versuche. Einen guten neunten Platz im Diskus belegte Colin Hotop mit 44,08m bei den parallel ausgetragenen Deutschen Winterwurfmeisterschaften.

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