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15.12.2010: Sport bremst Tumor-Gene

Schneller als der Krebs

Eine gesunde Lebensweise mit Bewegung, wenig Stress und einer gesunden Ernährung kann Tumor-Gene bremsen.

Dass Sport gesund ist, weiß jedes Kind. Dass man mit Sport auch Krebs bekämpfen kann ist eine neue Erkenntnis. Einer Studie der Preventive Medicine Research Institute in Sausalito (Kalifornien) hat ergeben, dass Bewegung in Verbindung mit wenig Stress und gesunder Ernährung helfen kann, Tumor-Gene zu bremsen.

Mit Sport können wir viele Dinge positiv beeinflussen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gehören auch die Gene dazu, die bei der Entstehung von Krebs eine Rolle spielen. Die US-Forscher schreiben in den Proceedings der US-Akademie für Wissenschaften (PNAS) vom 17. Juni, über die Auswirkungen durch die Umstellung auf eine gesunde Lebensweise. Sie haben Männer untersucht, die unter einer wenig gefährlichen Variante des Prostata-Krebs leiden. Drei Monate nach der Umstellung wurden im Körper Abwehr-Gene gegen den Krebs aktiviert und Tumorgene gebremst, so die Forscher.

Bis zu der Umstellung haben die 30 Männer sich keiner Therapie unterzogen, da sie nur unter einer wenig gefährlichen Prostatakrebs-Variante litten. Die Wissenschaftler gaben ihnen die Anweisung, ihren Lebensstil zu ändern, Sport zu treiben und sich gesünder zu ernähren. Daraufhin trieben die Testpersonen im Schnitt pro Woche mehr als 3,6 Stunden Sport, absolvierten 4,5 Stunden Anti-Stress-Training und ernährten sich gesünder.

Die Ergebnisse der Umstellungen gingen weit über die normalen „Folgen“, die eine gesunde Lebensweise auf den Körper hat, hinaus. Die Männer nahmen am Bauchumfang ab, Blutdruck und weitere Herz-Kreislaufrisikofaktoren nahmen ab. Weiter änderte sich die Aktivität von mehr als 500 Genen, die im gewöhnlichen Prostatagewebe sind. Bei 453 Genen nahm die Aktivität ab, bei 48 Genen stieg sie. Weiter schalteten sich einige Gene an, die vor Krebs schützen oder arbeiteten intensiver. Schlechte und kranke Gene, darunter Krebsgene für Prostata- oder Brusttumore, wurden heruntergefahren oder ganz deaktiviert.

Leider können die Forscher nicht sagen, ob sich die Konzentration des Tumormarkers PSA geändert hatte. Darum sollen nun größere Studien folgen, sagen die Autoren. So wollen sie die Ergebnisse bestätigen.

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