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15.12.2010: zum Kringeln

Lachyoga

Vor drei Tagen hat auf sportalis der Lachyogaklub Freiburg die Aufnahme beantragt. Ein Anlass für uns einen Studenten der Sporthochschule Köln einmal zum Selbsttest zu schicken. Und mit einem Lächeln hat er den folgenden Bericht geschrieben....

Mit weit geöffnetem Mund und den verwuschelten blonden Haaren welche ihr ins Gesicht fallen, lacht Theresa herzhaft laut. Die 43 jährige Mutter von zwei Kindern, trifft sich wie die meisten der heute neunzehn Anwesenden, jeden Donnerstag um 18 Uhr im Bürgerzentrum in Köln Ehrenfeld im Kölner Lachclub. Gelacht wird in einem bunt gemischten Haufen, ob alt oder jung, dick oder dünn, männlich oder weiblich spielt dabei überhaupt keine Rolle. Die Leiterin und Verantwortliche des Kölner Lachclubs Christiane Speit, freut sich über jeden der vorbeischaut und Lust zum Lachen hat. „Da wir im „Büze“ nur die Raummiete von 6 € pro Treffen bezahlen müssen, finanzieren wir uns durch Spenden der Teilnehmer“, sagt sie mit einem Lächeln auf den Lippen.

Die 1. Lachschule dieser Art gründete Dr. Madan Kataria in Mumbai/ Indien. Diese kombiniert Yogatechniken mit Lachübungen.

Das grundlose Lachen ohne Zuhilfenahmen von Witzen ist dabei das primäre Ziel. Vom anfänglichen künstlichen Lachen entsteht durch das Lachen mehrerer Teilnehmer eine Gruppendynamik die in ein echtes Lachen übergeht.

Heute gibt es mehr als 5000 solcher Lachclubs weltweit und an jedem ersten Sonntag im Mai feiert die Lachyoga – Bewegung den Weltlachtag. Der erste Weltlachtag fand 1998 unter der Leitung von Dr. Madan Kataria in Mumbai/ Indien statt. Am 6. Mai 2007 lachten die Kölner am diesjährigen Weltlachtag mit und laut einer Studie von „Men’s Health“ zählt die Domstadt zur Hauptstadt des Lachens in Deutschland. Nicht nur wegen des Karnevals haben sich die Kölner mit ihrem Humor an die Spitze gesetzt sondern auch mit der Zahl der Comedy Shows die hier produziert werden liegt die Stadt Köln an erster Stelle.

Wen wundert es  auch, wohnen hier doch namhafte Kabarettisten und Comedians wie Stefan Raab, Harald Schmidt, Gaby Köster und Anke Engelke um nur ein paar von den Bekanntesten zu nennen. Im Bürgerzentrum in Ehrenfeld kurz „Büze“ genannt wird weiter heftig gelacht. Nach dem Kurs frage ich Theresa ob sie ungefähr weiß wie viele Muskeln denn beim Lachen beteiligt sind , sie zögert ein wenig und sagt mit einem Schmunzeln: Ich glaube viele, aber kann man das überhaupt in Zahlen so einfach benennen“ ? Nachdem ich ihr mitgeteilt habe, dass bei einem Lachen über 100 Muskeln involviert sind schüttelt Theresa nur ungläubig den Kopf und meint: „Doch so viele? Das ist ja dann richtig Sport den wir hier betreiben in der Stunde, die wir hier gemeinsam lachen. Sie werden es ja als Sportstudent wissen müssen“ fügt sie hinzu. Bei einem Kaffee nach dem Kurs muss ich Theresa noch versprechen nächstes Jahr am Weltlachtag in Köln mitzulachen, aber vorher soll ich natürlich auch Donnerstags beim Lachclub vorbeischauen um das Lachen auch ja nicht zu verlernen.


Den diesjährigen Weltlachtag feierte Theresa zum ersten Mal mit und sie hat sich prächtig amüsiert und sehr viel gelacht „und das ohne Alkohol und oder sonstige Drogen“ meint sie. „Die meisten , vor allem junge Menschen meinen doch, dass sie nur unter Einfluß von irgendwelchen Drogen oder Aufputschmittel gut drauf sein können, die sollen mal hier mitmachen“.

An dem nächsten Weltlachtag will Theresa unbedingt ihre beiden Söhne Lars und Jonas daran teilhaben lassen, damit sie erfahren, wie das Lachen die Welt verzaubern kann.

Text: Spoho

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