15.12.2010: Marina Mohnen, Max Hoff und die Damenmannschaft der Leichtathletik-Gemeinschaft des ASV Köln und der Deutschen Sporthochschule Köln gewinnen die Wahl zu den Sportlern des Jahres

Rollstuhlbasketballerin Marina Mohnen, Kanu-Olympionike Max Hoff und die Damenmannschaft der Leichtathletik-Gemeinschaft des ASV Köln und der Deutschen Sporthochschule Köln sind Kölner "Sportler des Jahres 2008". Zur "Person des Kölner Sports" wurde bei der feierlichen "Kölschen Sportnaach" Joseph Okito Londji für das Straßenprojekt "Köln kickt!" ausgezeichnet wurde.
Zum zweiten Mal nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr lud der Stadt-Sport-Bund Köln zur Kölschen Sportnaach in den Tanzbrunnen um die erfolgreichen Sportler der Stadt Köln zu ehren. Durch den Abend im gut gefüllten Tanzbrunnen führte gewohnt souverän und unterhaltsam Fernsehmoderatorin Ulrike von der Groeben. Das Programm konnte trotz des ehrgeizigen Zeitplanes eingehalten werden und so bot sich den Besuchern ein flüssiger, kurzweiliger und interessanter Sportabend. Unterbrochen wurden die Ehrungen durch urzweilige Showacts wie die Tanztruppe „Shape“ des Instituts für Tanz und Bewegungskultur der Deutschen Sporthochschule Köln und Rock Bros der „Offenen Jazzhausschule Köln“. Highlights des Showabends waren die international bekannte Vertikaltuchakrobatin Viola Zoppe und das Jonglage-Duo „CatchUp“, welches bei Dunkelheit mit Leuchtenden Keulen eine Show der Extraklasse darbot.
Nur 10 Stimmen Vorsprung bei den Damen - klares Ergebnis bei den Herren
Besonders spannend erwies sich die Wahl zum "Kölner Sportler des Jahres 2008". Die Onlinewahl gewann mit nur 10 Stimmen Vorsprung bei den Damen die Rollstuhl-Basketballerin Marina Mohnen. Sie holte sich mit nur 10 Stimmen Vorsprung den Titel vor Wettbewerberin Britta Heidemann. Für Überraschung sorgte die Siegerin, als sie flott auf die Bühne sprintete. Und so lernte das erstaunte Sportpublikum, dass Rollstuhlsportler mit ganz unterschiedlichen Graden von Behinderungen am Sport teilnehmen. Teilweise sogar Sportler ohne schwere Behinderung, was als schönes Zeichen für Integration und unverkrampften Umgang aller Sportler herauszuheben ist. Klarer ging die Wahl bei den Herren aus: Den Titel "Kölner Sportler des Jahres 2008" heimste sich der Olympionik Max Hoff mit satten 61% der Stimmen ein. Der eigentlich im Wildwasser schon als Weltmeister beheimatete Hoff begann erst 2007 mit dem Kanu-Rennsport und konnte gleich bei Olympia in Peking mit dem fünften Platz überzeugen.
Team des Jahres 2008 wurde hoch verdient der einzige nominierte deutsche Meister des letzten Jahres: die Damenmannschaft der Leichtathletik-Gemeinschaft des ASV Köln und der Deutschen Sporthochschule Köln vor dem Hockeyteam des Rot-Weiss Köln und dem 1. FC Köln, welcher mit Abwesenheit glänzte. Einen Sympathiepreis für die beste Stimmung heimste sich das Damenteam gleich mit ein. Schließlich wurde noch die Person des Kölner Sports 2008 gewählt. Mit dieser besonderen Auszeichnung möchten die Veranstalter den Fokus auch auf den wichtigen Breitensport und das Ehrenamt lenken. Denn obwohl Ehrenamt und Breitensport die Stützen des Sportsystems sind, stehen sie in der Aufmerksamkeit weit hinter Spitzensport und Höchstleistungen. Die Auszeichnung erhielt in diesem Jahr: Joseph Okito Londji, für das Straßenprojekt „Köln Kickt“. Bildhaft konnten sich alle Anwesenden vom gewinnenden Wesen des Ausgezeichneten überzeugen, der die Aufmerksamkeit nutzte, um auf die Bedeutung von sportlichem Engagement in Brennpunkten der Stadt Köln hinzuweisen.
Wie schon im Vorjahr ist den Veranstaltern mit der Kölschen Sportnaach eine toller Treffpunkt für den Sport gelungen. Es bleibt zu wünschen, dass auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten die Sponsoren der kurzweiligen Sportlerehrung die Stange halten.
Text: Thorsten Ulferts