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15.12.2010: Westdeutsche Hallenmeisterschaften

Kölner überzeugen in Leverkusen

Die Westdeutschen Hallenmeisterschaften fest in Kölner Hand - diesen Eindruck konnte man am Wochenende in der Leverkusener Leichtathletikhalle bekommen.

Mit dem mit 75 Leichtathleten größten gemeldeten Team war die LG ASV Deutsche Sporthochschule Köln angereist und stellte ihre Dominanz besonders in der Männerklasse unter Beweis.

Eine Goldmedaille konnten die Kölner Langsprinter sich in einer der prestigeträchtigsten Disziplinen sichern - der Sieg in der 4x400 m Staffel war ihnen nach einem starken Rennen von David Eilers, Felix Kraus, Torben Bieler und Miguel Rigau nicht zu nehmen. In guten 3:16,85 Min verwiesen sie das Team der LAZ Puma Troisdorf/ Siegburg auf Platz zwei. Den Bronzerang erreichte ebenfalls ein Kölner Team, die zweite Staffel in der Besetzung Jan Mössing, Thomas Demmer, Pascal Rosenberger und Timom Klein bewies in 3:24,22 Min, dass die Kölner 400 m-Sprinter hervorragend aufgestellt sind und optimistisch in Richtung der deutschen Meisterschaften in Karlsruhe blicken können.

Doch nicht nur die Männer, auch die männliche A-Jugend konnte im Staffelwettbewerb ihre Stärke beweisen. In 1:29,51 Min. belegte das Team um Hendrik Schulz, Fabian Schmitz, Hendrik Schneider und Frank Werner hinter dem TV Wattenscheid und Bayer Leverkusen den dritten Platz. In der weiblichen Jugend errang die 4x200 m-Staffel in der Besetzung Malena Richter, Nina Kühler, Anne Ladwig und Judith Nögel in 1:41,68 Sek. hinter der LG Olympia Dortmund die Silbermedaille. Trainer Tillmann Bockhorst hatte an seinem Geburtstag also allen Grund zur Freude, lediglich getrübt durch die Disqualifikation der zweiten Staffel der weiblichen Jugendlichen. Diese hatte das Staffelholz fallen lassen - in ihrem Lauf waren sie damit allerdings nicht die einzigen mit Staffel-Pech: Nur eine Staffel erreichte ohne Disqualifikation das Ziel.

Wie in den Staffelwettbewerben konnten die Sprinter der Kölner LG auch einzeln überzeugen. So erreichte Langsprinter Miguel Rigau auf der Unterdistanz über 200 m in 21,72 Sek. den dritten Platz. Auch Anne Ladwig, Silbermedaillengewinnerin mit der 4x200m-Staffel, konnte über 200m der weiblichen Jugend A in guten 25,32 Sek. überzeugen und gewann Bronze. Mit Annika Huijbregts konnte eine weitere A Jugendliche ihre hervorragende Form unter Beweis stellen, sie lief zum wiederholten Male in dieser Saison eine hervorragende Zeit über die 60 m Hürden und belegte in 8,78 Sek. den dritten Platz. Auch im Weitsprung bewies sie in einem außergewöhnlich starken Feld mit vier 6-Meter Springerinnen ihre Form und belegte mit 5,91 m Platz fünf.

Jens Fassbender machte über 60 m der Männer zum wiederholten Male in dieser Saison auf sich aufmerksam und sicherte sich in guten 6,96 Sek. die Bronzemedaille. Weitsprung-Spezialist Phillip Imhof überraschte sich im Vorlauf selbst und löste in 6,94 Sek. das Ticket für die deutschen Meisterschaften (DM) in Karlsruhe, verzichtete wegen des gleichzeitigen Weitsprungwettbewerbs jedoch auf den Endlauf. Hier wurde er mit einer hervorragenden Weite von 7,34 m Dritter, verpasste die Norm für die DM aber denkbar knapp um einen Zentimeter.

Auch Matthias Esser konnte mit einer neuen Saisonbestleistung von 7,42 m überzeugen und belegte hinter Zehnkämpfer Nils Büker den zweiten Platz. Im Hochsprung konnte Karim Lotfy seinen Misserfolg der Hochschulmeisterschaften am Mittwoch ausbügeln und sich mit zufriedenstellenden 2,16 m die Silbermedaille sichern.

Doch nicht nur die Sprinter und Springer, auch die Männer auf den langen Strecken machten auf sich aufmerksam: Dominik Neumann holte Silber über 1500m und war über seine Zeit von 3:52,28 Min besonders erfreut, weil er am Mittwoch beim Düsseldorfer Meeting das Rennen nicht beendet hatte. Christian Schneider sicherte sich mit einer Zeit von 8:24,55 Min über 3000 m ebenfalls die Silbermedaille.

Auch wenn bei den Westdeutschen Meisterschaften keine Winterwurf-Wettbewerbe angeboten wurde, die Werfer (oder vielmehr die Stoßer) kamen auf ihre Kosten: Wilma Jansen ließ die Kugel auf genau 13,00 m fliegen und gewann Bronze, Thomas Schmitt brachte es auf 17,21 m und sicherte sich die Silbermedaille.

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