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09.02.2011: Kletterzubehör

Kletterführer – auf der Suche nach der Route

Kletterzubehör Kletterführer - Sportklettern hat sich in den letzten Jahren ungebrochen zu einem Trend entwickelt. Vor allem in den Kletterhallen des DAV und anderer Betreiber ist das an den enorm gestiegenen Besucherzahlen spürbar. Wem das Klettern in der Halle nicht genug ist, dem hilft ein Kletterführer im freien Gelände. Im Artikel werden einige Hinweise für Kletterführer gegeben.


Sportklettern hat sich in den letzten Jahren ungebrochen zu einem Trend entwickelt. Vor allem in den Kletterhallen des DAV und anderer Betreiber ist das an den enorm gestiegenen Besucherzahlen spürbar. Selbst neu gebaute Hallen werden nach kürzester Zeit großzügig erweitert, wie in Stuttgart geschehen, um überhaupt die Kapazitäten für den Besucherandrang zu haben. Für einen Teil dieser Kletterbegeisterten ist die Halle auf Dauer jedoch nicht genug. Schließlich findet Klettern traditionell nicht in, sondern an Türmen statt.

Abgesehen von den deutlich größeren Anforderungen an das technische, psychologische und konditionelle Können des Kletterers, werden auch an die Orientierungsfähigkeit höhere Ansprüche gestellt. Manche Linien im Fels sind durch zahlreiche Felshaken oder Strukturen klar ersichtlich. Gerade in Routen der unteren Grade, die nicht durch glatte Wände, sondern über Absätze, hinter Türmen vorbei oder durch blockiges Gelände führen, ist der Verlauf aber oft nicht eindeutig einzuschätzen. Im alpinen Bereich und in Mehrseillängenrouten gewinnt dieser Faktor natürlich noch deutlicher an Bedeutung. 

Orientierung an der Wand bieten Kletterführer , die das wirre Erscheinungsbild einer Wand durch graphische Darstellungen und textliche Erläuterungen zu ordnen versuchen. 

Herzstück einer jeden Beschreibung ist die vereinfachte topographische Darstellung der Felswand, in die die Routenverläufe mit Haken, Umlenkern, Abseilstellen, Besonderheiten und eventuellen Standplätzen eingezeichnet sind. Jede Route wird in eine Schwierigkeitsskala, in Deutschland in der Regel die UIAA-Skala, eingeordnet und kurz kommentiert. In Alpinkletterführern wird der Routenverlauf oft noch detaillierter beschrieben, weil die Orientierung in diesem Gelände deutlich schwieriger ist.

Die Routenbeschreibungen sind in der Regel ergänzt durch Einführungen in die Kletterregionen, Informationen zum Zustieg, zu bestehenden Kletterregelungen oder -sperrungen, sowie zu Übernachtungsmöglichkeiten und Hinweisen zum Umweltschutz – alles, was man braucht, um sich vor Ort zurecht zu finden.
Diese detaillierten Informationen zu Routenverläufen, Art und Anzahl der Routen sind häufig online nicht verfügbar. Für die Planung und während der Kletterei ist der Kletterführer also unverzichtbar! Ohne diese Darstellungen wären zahlreiche Routen Ortskundigen vorbehalten oder nur unter großem Risiko durch Versteigen und Selbstüberschätzung zu begehen. Vor allem im alpinen Bereich gehören eine Topokopie und Informationen über die Abstiegsmöglichkeiten in die Jackentasche, wenn die Route noch nicht bekannt ist. 

So zuverlässig die meisten Angaben im Kletterführer sind – das eigene kritische Urteil ist unverzichtbar. Die Topos sind Vereinfachungen, die nicht immer leicht zu lesen sind, vor allem weil sich der Fels dreidimensional ausdehnt, das Topo aber nur auf dem Papier steht. Auch die Angaben zu Schwierigkeiten und Besonderheiten beruhen auf den Einschätzungen der Autoren. Ein langer run-out bringt manchen an die psychische Grenze, andere fühlen sich dieser Anforderung gewachsen und genießen die Anspannung. Für den alpinen Bereich gilt als Faustregel generell, sich zwei Schwierigkeitsgrade unter dem Klettergartenniveau zu bewegen. Zusätzlich muss man die komplexe Sicherungssituation im Blick zu haben, genauso wie objektive Gefahren wie Steinschlag, Wetterentwicklungen und konditionelle Belastungen. Über diese Faktoren gibt ein Kletterführer keine Auskunft!

Für die meisten bekannten Klettergebiete wie das Frankenjura, die Pfalz, die Schwäbische Alb oder das Donautal gibt es gut sortierte Führer in mehrfachen Auflagen. Auch alpine Gebiete sind mehrfach beschrieben. Selbst eine kurze Suche nach interessanten Kletterspots macht deutlich: die Klettermöglichkeiten nehmen so schnell kein Ende.

 

 

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