15.12.2010: Aktionstag für Frauen

Der Deutsche Olympische Sportbund startet gemeinsam mit dem Deutschen Judo-Bund die Aktion: "Frauen und Gewalt - nicht mit uns!" Dazu werden Judovereine aufgerufen, sich anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2008 an dieser Aktion zu beteiligen.
Der Hintergrund für diese Aktion ist, dass Frauen und Mädchen tagtäglich unterschiedlichsten Formen von körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind – besonders auch im sozialen Nahbereich. Viele dieser Übergriffe bleiben oft unbemerkt, weil betroffene Frauen aus Angst oder Scham schweigen. Häufig werden solche Gewalthandlungen aber auch tabuisiert, ignoriert oder bagatellisiert. Oder Außenstehende schweigen, weil sie nicht wissen, wie sie helfen können und/oder weil sie sich nicht in sogenannte „Privatangelegenheiten“ einmischen wollen.
„Der Sport hat den Frauen viel zu bieten, das wollen wir bekannter machen und nutzen“, sagt die DOSB-Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung Ilse Ridder-Melchers, eine der Initiatorinnen dieser Aktion. "Der Sport kann bei der Prävention und Intervention gegen Gewalt an Frauen und Mädchen wirkungsvolle Hilfen anbieten."
Innerhalb des Sports ist Judo besonders geeignet, die Zwecke und Ziele dieser Aktion zu erreichen.
Judo steht für Fairness, gegenseitige Anerkennung und Toleranz. Judo stärkt durch konkrete Angebote unter anderem im Bereich Selbstbehauptung und Selbstverteidigung das Selbstbewusstsein und die Durchsetzungsfähigkeit und dient so auch der Gewaltprävention. Durch die im Judo erlebte Stärke werden Frauen motiviert, sich gegen Übergriffe zur Wehr zu setzen und sie zurückzuweisen.
Die Aktion im Deutschen Judo-Bund
DJB-Vize-Präsidentin Michaela Engelmeier-Heite als Verantwortliche im DJB für diese Aktion betont: "Wir wollen Frauen stärker machen gegen häusliche Gewalt oder auch andere Gewalt, die ihr entgegenkommt. Dabei ist gerade der Bereich Selbstverteidigung eine sehr gute Möglichkeit, den Frauen zu helfen, ihr
Selbstbewusstsein und die Selbstbehauptung zu stärken."
Nicht zuletzt soll eine längerfristige Bindung der Frauen an die Vereine erreicht werden.
Text: Pressemitteilung