14.03.2007: Klettermöglichkeiten in der Domstadt

Der Rheinländer an sich gilt als bodenständige Spezies - das Auf- und Absteigen kennt er vor allem durch den heimischen Fußball Club. Vielleicht aus Solidarität zu den FC Kickern, entdecken immer mehr Individuen der Art die Faszination am Sportklettern.
Bildquelle: www.bronxrock.de
Der Erlebnisfaktor, sich selbst in der Senkrechten fortzubewegen und die eigene Willenskraft und psychische Ausdauer zu testen, ist für viele eine begeisternde Erfahrung. Zudem ist die Bezwingung imposanter Höhen durch kraftvolle Körperbeherrschung und ästhetische Balance eine große Herausforderung. Ein besonderes Erlebnis ist das Klettern in der freien Natur. Hier geht es darum die Eigenschaften einer natürlichen Felswand zu erkennen, Spalten und Vorsprünge zu nutzen und selbstständig Griffe und Tritte zu finden.
Auch unter gesundheitlichen Gesichtspunkten kann das Sportklettern empfohlen werden. Beim Klettern werden große Muskelgruppen, wie die komplette Rumpfmuskulatur beansprucht. Zudem sind auch oft vernachlässigte Muskelpartien an Fuß- und Handgelenken gefordert. Neben der relativen Kraft im Bezug zum eigenen Körpergewicht, werden auch andere konditionelle und koordinative Fähigkeiten, wie Gleichgewichts- Orientierungs- und Kopplungsfähigkeit, gefördert. 
Die Sportart wird mittlerweile in zahlreichen Therapieformen eingebunden und findet auch im Sportunterricht zunehmenden Anklang.
Zwar existiert in Köln kein massives Gebirge, dennoch gibt es auch in der Domstadt Möglichkeiten, Höhen zu erklimmen. Unter freiem Himmel kann an der Außenwand an der Kölner Sporthochschule in Junkersdorf unter Aufsicht geklettert werden. Die Felswand bietet ca. 20 verschiedene Toprope- Routen vom Schwierigkeitsgrad II bis VIII-.
Der Deutsche Alpenverein hat sich verschiedene Brückenfeiler und Steinmauern entlag des Rheins als Kletterrevier ausgesucht. Nach Rücksprache mit dem Alpenvereinverein darf jeder die Routen der Schwierigkeiten III+ bis VIII- bewältigen. http://www.infraroth.de/klettern.html Das nächste natürliche Kletterrevier mit Felswänden befindet sich in der Nordeifel. www.klettergarten-nordeifel.de
Bild:wikipedia
Das Klettern in der Halle hat den Vorteil vom Wetter unabhängig zu sein. Zudem können Routen aller Schwierigkeitsgrade ausgewählt werden und so Techniken gezielter erlernt werden.
In den vier kommerziellen Kölner Kletter-Hallen findet jeder seinen individuellen Adrenalinschub. Die Kletterhallen verfügen neben zahlreichen Kletterrouten bis zu 16m Höhe über Möglichkeiten, sich beim Bouldern auszutoben. Dabei können in Absprunghöhe verschiedene Techniken ohne Sicherung, auch in Überhängen, erlernt werden. Das Boulder-Areal ist mit Weichböden unterlegt, so dass die Verletzungsgefahr minimal ist.
Um die Anlagen in Kletterhallen zu nutzen, müssen Kenntnisse im Sichern nachgewiesen werden. Für Anfänger empfiehlt sich die Teilnahme an Kletterkursen, die in allen Hallen angeboten werden. Hier werden Sicherheitsbestimmungen vermittelt, sowie Grundlagen des Kletterns erlernt.
Bild: www.canyon-chorweiler.de
Die Berge von Köln
| Routen | Schwierigkeit |
Öffnungszeiten
| Höhe | Preise* | |
203 1450qm | III- bis XI- | 9 – 23 Uhr | 14 m | 5 - 9,50€ | ||
80 | III bis X | 10-22.30 Uhr | 16 m | 7 - 10€ | ||
2500qm | III – X | 9-24 Uhr | 16,50 m | 9 - 11,50€ | ||
150 1080qm |
III - IX+ |
10-23 Uhr |
16 m |
5 - 10 € | ||
Hohenzollernbrücke | 70 | III+ bis VIII- | März bis Oktober |
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Mühlheimer Brücke | 12 | V- bis VIII+ |
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Preußen Fort Altstadt Süd | 30 | V- bis IX- |
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Niehler Kaimauer | 30 | IV- bis IX- |
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*Preise ohne Ermäßigung - Stand November 2006
Weitere Informationen zum Klettern in Köln findet ihr unter www.dav-koeln.de.
Dort gibt es auch einen nagelneuen Kletterführer für die Hohenzollernbrücke
zum Download.
Text: Jutta Kühle