09.02.2011: Gesundheitsunterschiede

Bewegung hilft Gesundheitsunterschiede zwischen Arm und Reich zu verringern behaupten Forscher der Universität Leipzig. Besonders Kinder aus benachteiligten Familien verbessern laut ihren Ergebnissen durch Schulsport ihre Gesundheit.
Schon bei Kindern gilt, dass Sozialstatus und Bildungsniveau das Körpergewicht und die Fitness beeinflussen. Sozial Schwächere stehen in beiderlei Hinsicht schlechter da. Die Forscher Das zeigten die Forscher um Katharina Machalica. Sie untersuchten dazu Schüler aus einem Gymnasium, dessen Absolventen üblicherweise auf die Universität wechseln, sowie Gleichaltrige aus einer Schule, bei der das Sekundarschul-Zeugnis meist das Ende des Bildungsweges darstellt.
Die Hälfte der Schüler beider Gruppen erhielt ein Jahr lang jeweils fünf statt zwei Stunden Sportunterricht pro Woche. Wie zu erwarten war, hatte das deutliche Verbesserungen im Fettgewebe, Body-Mass-Index, Körperkoordination und Fitness zur Folge. Allerdings war der positive Effekt bei Schülern mit schwächerem sozioökonomischen Hintergrund weit stärker als bei den Gymnasiasten.
Einen Zusammenhang von Status und Bildung mit dem Herz-Kreislauf-Risiko erkennt auch der Wiener Kardiologe Thomas Stefenelli. "Rauchen, schlechte
Ernährung und körperliche Inaktivität sind in Familien mit niedrigem Sozial- und Bildungsstatus häufiger", so der Experte. "Sozial benachteiligte Kinder machen am Wochenende oft weniger Bewegung", ergänzt Stefan Wyss vom Schweizer Bundesamt für Sport - BASPO