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10.04.2007: "Nackig durch den Sand"

Barfuß um die Wette...

Zeigt her eure Füße! Der Barfußlauf auf weichem Sand macht eure Füße wieder topfit. Denn „Es gibt nichts gesünderes als Barfußlaufen.“jubeln die Experten.

Sommer, Sonne, Sand und nackte Füße und das alles in Köln. Am Anfang sollte es nur Spaß sein. Dass dieser Spaß auch noch sehr gesund ist, war für die Teilnehmer des 1. Barfußlaufes in Köln ein schöner Nebeneffekt. 70 barfüßige Läufer hatten sich auf der Galopprennbahn in Weidenpesch getroffen, um die drei Runden à 1,6 km zu bewältigen. Wo normalerweise Pferde traben, stampften 140 Füße durch den staubigen Sand. „Ganz schön anstrengend“, prustet Eva Fuhrmann (31) vom Team der Sushi-Gemeinde.

Doch die Anstrengung lohnt sich immer. Das sagt zumindest Sportwissenschaftler Björn Braunstein: „Es gibt nichts gesünderes als Barfußlaufen.“ Ständig eingequetscht in engen Tretern, verliert unser Fuß Schritt für Schritt an Muskulatur.

Deswegen ist Fußtraining angesagt: im Büro einfach mal die Schuhe ausziehen, beim Zähneputzen auf einem Bein stehen oder mit nackten Füßen über einen Tennisball rollen. Das stärkt die Fußmuskulatur und kann ganz leicht nebenbei gemacht werden.

Und das ganze außerdem viel besser als Extras in Laufschuhen. Fußstützen und Dämpfungen schaden oft mehr, als das sie helfen. Gesunde Füße brauchen keinen Schnick-Schnack.

„Wir machen unsere Füße faul“, erklärt der 30-Jährige, der am Institut für Biomechanik der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) arbeitet. Trifft der Fuß auf den Boden auf, ziehen sich reflexartig die Zehen hoch. In einem fest geschnürten Schuh ist das einfach nicht möglich.

So ganz bewusst war dies den barfüßigen Läufern wohl auch nicht. Denn für die meisten war das „Unten-Ohne“ das erste Mal. „Barfußgelaufen bin ich höchstens mal am Strand“, sagt Thomas Hofmann (24). Das soll sich nun ändern. Nach Organisator Stephan Musolff (40) sollen die barfüßigen Laufveranstaltungen nun öfter für freifüßiges Vergnügen sorgen. So sollen sich Barfußläufe neben den bereits bekannten Nacht- und Brückenläufen in Köln etablieren. Die Kölner bekommen somit die Chance, zu einem gesünderen Fußbewusstsein zu finden.

Trotz allem, Schuhe haben durchaus ihren Sinn. Nicht ohne Grund gab es die ersten Schuhe bereits 12000 Jahre vor Christus. Dort zeigen Felsmalereien die ersten Schuhe. Die Menschen umwickelten damals ihre Füße einfach mit Leder oder Fellstücken. Eine der einfachsten Basisformen des Schuhs, die Ledersandale, erfanden dann die Ägypter 3000 vor Christus.

Vom Plateauschuh, über Stiefel und Stiefeletten, bis hin zu Stöckelschuhen entwickelten sich im Laufe der Jahre unzählige Schuhmodelle.

Und heute sind sie aus unserem Leben gar nicht mehr wegzudenken. Trotzdem öfter mal weg mit den Tretern. Ganz nach dem Motto der Barfußläufer bei ihrer Premiere in Köln: „Raus aus den Schuhen rein in den Sand.“

 
Text: Mariola Göllner, Maike Fuß, Annette Fuhrmann



Infos: www.running-united.de

Text: Spoho

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